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Schlafstörungen ganzheitlich behandeln

Was sind Schlafstörungen?

Schlafstörungen können ganz unterschiedlicher Natur sein. Zum einen gibt es Ein- und Durchschlafstörungen, die häufig durch Stress oder emotionale Probleme bedingt sind. Zum anderen gibt es organische Schlafstörungen, wie das Obstruktive Schlafpapnoe-Syndrom mit Atemaussetzern, das langfristig zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen vor allem im Herz-Kreislauf-Bereich führen kann. Hier ist eine frühzeitige Diagnose und Therapie erforderlich. Viele Menschen leiden zudem unter Schnarchen.
Weitere Informationen zur Diagnostik von Schlafstörungen finden Sie hier.

Passionsblumenextrakt hilft oft bei Stress-bedingten Schalfstörungen

Aufgaben eines gesunden Schlafes

Schlaf ist unsere elementare Erholungsquelle. Wichtig ist das Erreichen des Tiefschlafes sowie der REM-Phase. REM bedeutet “rapid eye movements” und ist eine Schlafphase in der zweiten Nachthälfte, in der schnelle Augenbewegungen stattfindet und in der wir häufig träumen – dadurch werden die aktuellen Lebensereignisse verarbeitet.

Der wellenförmige Verlauf der Schlaftiefe ist wichtig für die Regeneration von Körper, Geist und Seele – er kann mittels der Quisi-Schlafanalyse (siehe unter Schlafdiagnostik) untersucht werden.

In der Nacht erholen sich Skelett und Muskulatur, das Immunsystem räumt auf und beseitigt Entzündungsquellen, vernichtet Tumorzellen und bekämpft Viren. Die Nervenzellen des Gehirn können sich regenerieren. Schadstoffe können abgebaut werden.

Ohne ordentlichen Schlaf kommt es schnell zu verschiedenen Gesundheitsproblemen:

Wie können Schlafstörungen behandelt werden?

Die Behandlung der Schlafstörung richtet sich nach der dahinter liegenden Ursache.

Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom sollte mit Gewichtsreduktion, Sauerstoffzufuhr, Protrusionsschienen, Atemmasken oder ggf. Operationen behandelt werden.

Beim “normalen” Schnarchen helfen häufig sogenannte Protrusionsschienen, die vom spezialisierten Zahnarzt angefertigt werden können.

Schlafstörungen, die durch Stress oder eine depressive Verstimmung verursacht sind, sprechen sehr gut auf Akupunktur, Magnetfeldtherapie und Entspannungsverfahren an, die Sie hier in der Praxis erlernen können. Mittels der ambulanten Schlafanalyse, der Stresshormonbestimmung und der Messung der Herzfrequenzvariabilität kann der Anteil von Stress auf den Schlaf bestimmt werden.

Auch die klassische Naturheilkunde und Phytotherapie hält einige bewährte Mittel bereit. Dazu gehören u.a. Baldrian, Passionsblume und Melisse. Aus der Orthomolekularen Medizin stammt der Ansatz, einen Mangel der schlaffördernden Hormone Serotonin und Melatonin auszugleichen. Ferner kann ein Mangel an Progesteron zu Störungen des Schlafes führen. Hier kann die Natürliche Hormontherapie oft Abhilfe bringen. Die Homöopathie verfügt über weitere gute Mittel, mit denen ein gesunder Schlaf gefördert werden kann. In sehr schweren Fällen von Schlafstörungen können zeitweise Antidepressiva (“Off-Label Use”) als Schlafhilfe eingesetzt werden.

Auf herkömmliche Schlaftablette sollte nach Möglichkeit verzichtet werden – denn hier besteht die Gefahr der Abhängigkeit! Außerdem stören sie den normalen Schlafrhythmus und führen langfristig nicht zu einem erholsamen Schlaf.

Die ambulante Schlafanalyse ist eine einfache Messmethode, um organische Schlafstörungen festzustellen.