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Infektanfälligkeit / Immunschwäche

Häufige Infekte belasten die Lebensqualität und das Erwerbsleben. Zunächst muss eine zugrundeliegende Erkrankung oder eine “echte” Immunschwäche mit Störung der Antikörperbildung oder der Abwehrzellen ausgeschlossen werden.

Wiederkehrende Infekte sind eine Domäne der Naturheilkunde. Es gibt verschiedene Behandlungsansätze, die individuell abgewogen und kombiniert werden sollten:

  • Pflanzliche Medikamente (Phytotherapie): Mit Pflanzenextrakten können Symptome eines Infektes erfolgreich behandelt werden, aber auch Frühformen abgewehrt werden. Zudem sind inzwischen pflanzliche Antibiotika verfügbar. Außerdem können bestimmte Pflanzenextrakte das Immunsystem stärken.
  • Vitalstoffe und Vitamine: Im Rahmen der orthomolekularen Medizin werden hochdosiert verschiedene Spurenelemente und Vitamine eingesetzt. Vitamin C muss zum Teil, um eine ausreichend wirksame Dosis zu erreichen, über Infusionen zugeführt werden. Bedeutend ist ein ausreichender Vitamin-D-Spiegel, vor allem im Winterhalbjahr. Auch Zink, Selen und Kupfer sind wichtig für die Immunabwehr.
  • Große Eigenbluttherapie (Ozon-Sauerstoff-Therapie): Eine Anreicherung des Blutes mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch hat sicherlich den größten immunstärkenden Effekt.
  • Homöopathie: Homöopathische Medikamente können wegen der weitgehend fehlenden Nebenwirkungen frühzeitig bei Infektbeginn eingesetzt werden. Außerdem unterstützen sie akut bei infektiösen Erkrankungen, z.B. als Grippemix-Injektion.
  • Neuraltherapie: Die Behandlung mit Procain-Spritzen an Reflexpunkte wirkt noch etwas intensiver als die Akupunktur. Zudem können mittels der Neuraltherapie auch Störfelder, z.B. im Bereich von Narben oder Zähnen, saniert werden.

Salbei desinfiziert – als Tee wirkt Salbei sehr gut bei Halsentzündungen.

Weitere Informationen:

Unsere Ärztin Ruth Biallowons hat einen Artikel zum Thema Infektanfälligkeit in der Zeitschrift von “Natur und Medizin” 2017 der Patientenorganisation der Carstens-Stiftung verfasst (Pdf-Download).

  • Kneipp-Anwendungen: Durch den Wechsel aus Kalt- und Warmanwendungen kann die Regulationsfähigkeit des Organismus wiederhergestellt und das Immunsystem gestärkt werden.
  • Darmsanierung: Bei sehr häufigen Infekten und vor allem bei begleitender Verdauungsstörung sollte auch auf die Darmflora und das Darmimmunsystem geachtet werden – denn 70% des Immunsystems sitzt im Darm. Hier können immunstärkende Probiotika, Pilzextrakte und pflanzliche Entzündunsgregulatoren helfen.
  • Ausdauertraining: Ein leichtes Ausdauertraining im Infekt-freien Intervall stärkt das Immunsystem auf ganz natürliche Weise.
  • Stressreduktion: Auch Stress belastet das Immunsystem, und zwar über die Schiene der Psychoneuroimmunologie, die in den letzten Jahren stark beforscht wird. In unserer Praxis gibt es verschiedene Angebote zur Stressbewältigung und Entspannungsfähigkeit.

Welche Verfahren für Sie persönlich sinnvoll sind, entscheiden wir nach einem persönlichen Gespräch und einer ausgiebigen Untersuchung.

Die Kapuzinerkresse kann in Verbindung mit Meerrettich als pflanzliches Antibiotikum eingesetzt werden.