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Ganzheitliche Allergiebehandlung

Was ist eine Allergie?

Unter einer Allergie versteht man eine überschießende Reaktion von Zellen der Immunabwehr auf Stoffe, die eigentlich für den Körper ungefährlich sind. Ort dieser Reaktion sind meistens die Grenzflächen des Körpers zur Umwelt, also Haut, Schleimhäute, Magen-Darm-Trakt und Augenbindehaut. Nur in seltenen Fällen laufen allergische Reaktionen auch im Blut ab.

Trifft ein Allergen (z.B. Pollen, Hautschuppen von Haustieren oder Kot von Hausstaubmilben) auf den passenden Antikörper des Immunsystems, werden weitere Zellen der Körperabwehr angelockt, und es kommt zur Ausschüttung bestimmter Botenstoffe. Insbesondere der Botenstoff Histamin löst weitere Reaktionen aus: Kleinste Blutgefäße werden weit gestellt und die Hüllen der Körperzellen durchlässiger. Schließlich resultieren die typischen Allergiesymptome wie Jucken, Schwellung, Rötung, Hautquaddeln und wässrige Schleimbildung.

Etwa 20% der Deutschen sind betroffen. Die Neigung zur Allergie wird offensichtlich vererbt. Sind beide Eltern Allergiker, zeigt ein gemeinsames Kind zu 60% ebenfalls Symptome (Wahrscheinlichkeit bei nichtallergischen Eltern unter 15%). Abgesehen davon werden Umweltfaktoren als Mitverursacher einer Allergieentstehung diskutiert. Kontrovers diskutiert wird, ob auch häufige Impfungen für die immer weiter steigende Zahl von Allergikern mitverantwortlich sind. Bei bekannter allergischer Veranlagung können Allergien durch chronischen Stress oder Mangelzustände an Vitalstoffen ausgelöst oder verschlimmert werden.

Die weitaus häufigste Allergieform ist der Heuschnupfen.

Die Reaktion auf Gräser- oder Baumpollen kann so heftig sein, dass sogar Fieber auftritt. Mittels eines einfachen Hauttests können die allergieauslösenden Pollen ermittelt werden. Mehr Aufwand bedarf es bei der Diagnostik von Nahrungsmittelallergien. Eigentliche Allergien auf Nahrungsmittel sind recht selten, häufiger liegen Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten vor. Spezielle Blut- und Stuhluntersuchungen (u.a. auch eine Analyse der Darmflora) können hier diagnostisch richtungsweisend sein. Vor allem bei unklaren Hautschwellungen, aber auch bei der Neurodermitis sind nicht erkannte Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Störungen der Darmflora (sog. Dysbiose) häufig ursächlich.
Hat ein Allergietest klare Hinweise auf bestimmte Allergene erbracht, sollten diese so konsequent wie möglich gemieden werden. Speziell für die Pollen-Allergene besteht die Möglichkeit einer Hyposensibilisierung mit Hilfe verdünnter Allergenlösungen. Moderne Hyposensibilisierungsverfahren – wie sie in unserer Praxis angeboten werden – sind inzwischen “oral” möglich, das heisst, anstelle wiederholter Spritzen erhalten Sie eine Lösung, die Sie sich täglich in den Mundraum träufeln. Dadurch ersparen Sie sich viele Arztbesuche.

Akupunktur bei Heuschnupfen und Allergien

Wie können Allergien ganzheitlich behandelt werden?

Jahrzehntelang bewährte Methoden, besonders im akuten Stadium, sind

  • Darmsanierung: Durch eine Wiederherstellung der natürlichen Darmflora wird das Immunsystem entlastet und die Anfälligkeit für allergische Reaktionen reduziert. Dies gilt vor allem für Personen mit Verdauungsstörungen.
  • Akupunktur hilft sehr effektiv in der Vorbeugung und Behandlung von Allergien, besonders bei Heuschnupfen. Meist ist direkt nach der Behandlung eine deutliche Symptomlinderung zu verspüren. Sehr feine japanische Dauernadeln ermöglichen zudem eine langanhaltende Wirkung. Aus unserer Erfahrung und anhand wissenschaftlicher Untersuchung profitieren 9 von 10 Patienten von einer Akupunkturserie, die zunächst zweimal pro Woche, dann nur noch wöchentlich durchgeführt wird. Am besten beginnen Sie zwei Wochen vor dem geschätzten Beginn des Pollenfluges. Aber auch, wenn die Nase schon läuft, kann Akupunktur Ihnen noch helfen!
  • Chinesische Kräutertherapie und europäische Phytotherapie bieten verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die in den letzten Jahren wissenschaftlich untersucht wurden, u.a. die chinesische Tragantwurzel, das Perillaöl oder ein spezielles Pestwurz-Präparat.
  • Ernährungsempfehlungen können helfen, allergische Symptome zu reduzieren, u.a. das Meiden “schleimender” Lebensmittel sowie von Kreuzallergenen in Nahrungsmitteln.
  • Eigenbluttherapie mit homöopathischen Zusätzen stärkt das Immunsystem und verringert allergische Beschwerden – am besten bereits vor der Allergiesaison beginnen!
  • Homöopathische Arzneimittel können als Einzel- oder Komplexmittel sowie im Rahmen der Eigenbluttherapie eingesetzt werden.
  • Heilfasten vor der Allergiesaison führt häufig zu einer relevanten Beschwerdelinderung.
  • Nahrungsergänzungen durch die Vitamine C und B6 sowie durch Calcium
  • Hyposensibilisierung durch Tropfen, die in den Mundraum geträufelt werden, anstelle von Spritzen. Eine solche Behandlung ist sehr effektiv, dauert jedoch mindestens drei Jahre.
  • Natürliche Histamin- und damit Allergie-blockierende Infusionstherapie in akuten oder schweren Fällen.

Selbstverständlich wenden wir im Bedarfsfall auch klassische westliche Medikamente wie Antihistaminika oder Mastzellblocker sowie Kortison-Derivate an. Bei akutem Pollenflug ist häufig die rein naturheilkundliche Behandlung zu schwach, so dass dann kurzfristig konventionelle Medikamente eingesetzt werden sollten, bevor die allergische Reaktion erst richtig in Fahrt kommt.

Einen individuellen Allergie-Fahrplan erörtern wir gerne mit Ihnen in einem persönlichen Gespräch.

Auch die Homöopathie kann sehr hilfreich sein.

Wie kann die Traditionelle Chinesische Medizin bei Heuschnupfen helfen?

Sehr gut Erfahrungen bei Heuschnupfen haben wir mit Verfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin gemacht. Wir empfehlen, einige Wochen vor Beginn Ihrer persönlichen Pollen-Saison mit Akupunkturbehandlungen zu starten. Während der Saison führt die Akupunktur häufig zu einem schnellen Rückgang der Verschleimung. Zusätzlich können verschiedene andere naturheilkundliche Behandlungen sinnvoll sein, z.B. die Anwendung von Homöopathika, die Gabe von Vitamin C und Calcium im Rahmen der Orthomolekularen Medizin oder eine Eigenblutbehandlung.

Während der Pollen-Saison sollten Sie auf bestimmte “Schleim-bildende” Nahrungsmittel verzichten, so vor allem auf Milch. Weiterhin sind ein regelmäßiges abendliches Waschen der Haare (zur Reduktion der nächtlichen Pollen-Last) und ein Beträufeln der Nasenschleimhaut mit Olivenöl oder Besprühen mit bestimmten Cellulose-Partikeln (bevor Sie sich dem Pollenflug aussetzen) sinnvoll.

Gerne beraten wir Sie persönlich und erstellen ein individuelles Behandlungsschema.

Die Akupunktur kann den Energiefluss in den Meridianen verbessern und damit das Immunsystem von allergischen Symptomen abhalten. Ein Behandlung kann vor der Allergiesaison begonnen und während der Heuschnupfenzeit fortgeführt werden. In der Regel findet sich sowohl ein “desensibilisierender” als auch ein direkt lindernder Effekt.