Chronische Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)

Chronische Nasennebenhöhlenreizungen (Chronische Sinusitis) führen zu dauerhaft verstopfter Nase, Verschleimung, Kopfschmerzen und wiederkehrenden Infekten. Früher wurden sie mit drastischen operativen Maßnahmen – häufig ohne Erfolg – behandelt.

Inzwischen hat die konservative (also nicht-operative) Therapie mehr an Bedeutung gewonnen. Dabei gibt es im Bereich der ganzheitlichen Medizin und Naturheilkunde eine Menge Behandlungsmöglichkeiten.

  • Akupunktur: Sehr wirksam hat sich die Akupunktur bei akuten und chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen erwiesen. Häufig kann direkt nach der Behandlung über eine “freie Nasenatmung” berichtet werden. Zudem wirkt eine Behandlung des sog. Lymphbelts am Hals entstauend und entschleimend.
  • Neuraltherapie: Die Behandlung mit Procain-Spritzen an Reflexpunkte wirkt noch etwas intensiver als die Akupunktur. Zudem können mittels der Neuraltherapie auch Störfelder, z.B. im Bereich von Narben (Mandel-OP) oder Zähnen, saniert werden.
  • Homöopathie: Vor allem bei starker Schleimsekretion können Hydrastis canadensis oder bei Lymphstau Lymphdiaral helfen. Auch eine homöopathische Konstitutionstherapie kann empfehlenswert sein.
  • Vitalstoffe und Vitamine: Dies ist der Inhalt der Orthomolekularen Medizin. Vor allem Vitamin D und Zink wirken immunstärkend und infektabwehrend. Wichtig ist, die Dosis an die individuellen Bedürfnisse anzupassen.
  • Pflanzliche Medikamente (Phytotherapie): Eukalyptus-Extrakte und andere ätherische Öle können die Schleimhäute befeuchten und zum Abschwellen bringen, andere Pflanzenextrakte, z.B. aus Echinacea und Pelargonium, stärken die Immunabwehr. Bei eitrigem Sekret können zunächst pflanzliche Antibiotika eingesetzt werden.
  • Kneipp-Anwendungen: Aus dem Bereich der klassischen Naturheilkunde können Wechselduschen, Nasenduschen, heiße Fußbäder mit Senfmehl, Fußmassagen mit Lavendelöl, Rotlichtherapie oder lokale Überwärmungsbehandlungen mit Senfmehl- oder Meerrettichauflagen sehr gut helfen.
  • Stressreduktion: Auch Stress belastet das Immunsystem, und zwar über die Schiene der Psychoneuroimmunologie, die in den letzten Jahren stark beforscht wird. In unserer Praxis gibt es verschiedene Angebote zur Stressbewältigung und Entspannungsfähigkeit.

Welche Verfahren für Sie persönlich sinnvoll sind, entscheiden wir nach einem persönlichen Gespräch und einer ausgiebigen Untersuchung.

Weitere Informationen:

Ziel der Naturheilkunde ist es, das Immunsystem zu stärken, damit sich der Organismus selber helfen kann.