zurück

Chronic Fatigue Syndrome

Ein schweres chronisches Erschöpfungssyndrom, meist durch einen Infekt ausgelöst

Was ist das Chronic Fatigue Syndrom (CFS)?

Viele Menschen beklagen heutzutage eine chronische Müdigkeit und Erschöpfung, die sie massiv im alltäglichen Leben beeinträchtigt und die unterschiedlichste Ursachen haben kann. Eine chronische Müdigkeit ist jedoch nicht gleich Chronic Fatigue (CFS), denn dies ist eine pathologische Form der Erschöpfung, bei der eine Erschöpfung von mehr als 6 Monaten Dauer nur ein Symptom von vielen ist. Bei einem Großteil der Betroffenen beginnt die Erkrankung mit Symptomen einer akuten Infektion. Das Ebstein-Barr-Virus (EBV) scheint eine große Rolle in der Entstehung zu spielen. Häufig bestehen zusätzlich weitere Symptomkomplexe. Möglich sind dabei Fibromyalgie, Myofasciales Schmerzsyndrom, Reizdarmsyndrom, Kiefergelenkssyndrom, Depression, Migräne, Allergien, u.a.
Es kann sowohl im Kindes- als auch Erwachsenenalter auftreten und betrifft beide Geschlechter.

Nach heutigem Kenntnisstand wird das Chronische-Fatigue-Syndrom von der WHO als Erkrankung des Nervensystems klassifiziert, von der inzwischen alleine in den USA über 4 Millionen Menschen betroffen sind. In Deutschland liegt die Zahl bei vermutlich bei über 300.000 Erkrankten.

Weitere Informationen:

Das CFS ist abzugrenzen vom Tumor-bedingten Fatigue-Syndrom während oder nach einer Krebserkrankung, das im Rahmen der Biologischen Krebstherapie behandelt wird.


Wie diagnostiziert man CFS?

Wichtig ist hier eine ausführliche Anamnese, für die wir uns gerne die erforderliche Zeit nehmen. Außerdem müssen alle anderen in Frage kommenden Ursachen für eine chronische Müdigkeit sicher ausgeschlossen werden. Dazu gehören z.B. hormonelle Erkrankungen wie der Morbus Addison, Morbus Cushing, Diabetes mellitus und Schilddrüsenfunktionsstörungen sowie Tumorerkrankungen, Eisen- und Vitalstoffmangel, rheumatologische und neurologische Erkrankungen, Schlafstörungen i.S. eines Schlafapnoesyndroms.

Aus diesem Grund empfehlen wir eine ausführliche Checkup-Untersuchung unter Einbeziehung aller in Betracht kommender Ursachen für eine chronische Müdigkeit. Es sollte zusätzlich eine Kernspintomografie (MRT) des Kopfes erwogen werden.

Was kann man therapeutisch tun?

In vielen Fällen finden sich klare Ursachen für eine chronische Müdigkeit, so dass die Diagnose CFS sich nicht bestätigt. Meist sind die Ursachen multifaktoriell. So muss man entsprechend an mehreren unterschiedlichen Punkten ansetzen, um die Beschwerden zu verbessern oder im Idealfall sogar zu beheben.

Wenn sich die Diagnose Chronic-Fatigue-Syndrom bestätigen sollte, können wir Ihnen mit einem ganzheitlichen Therapiekonzept unterschiedlichste Hilfestellungen anbieten, um Ihre Beschwerden zu verbessern. Wichtige Therapiebausteine sind dabei der Ausgleich von Vitamin- und Mineralstoffmängeln (Orthomolekulare Medizin), die Balancierung von Ungleichgewichten der Geschlechtshormone (v.a. Progesteron) und Neurobotenstoffe (v.a. Serotonin), eine Optimierung der Schilddrüsenfunktion sowie gerade bei durch einem Infekt oder EBV ausgelösten Fatigue-Syndromen immunologische Behandlungen, z.B. mit hochdosierten Vitamin-C-Infusionen oder der Ozon-Sauerstoff-Therapie. Auch die Verbesserung der Funktion der Mitochondrien, der sog. “Kraftwerke der Zellen”, die die Energie zum Leben bereitstellen, ist wichtig. Dazu sind bestimmte Vitalstoffkombinationen, aber vor allem auch das Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training von Bedeutung.
Wichtig sind auch Faktoren des Lebensstil, in diesem Sinne ist die Mind-Body-Medizin von Bedeutung. Zudem haben verschiedene Pflanzenheilmittel und die chinesische Akupunktur eine müdigkeitslindernde und immunmodulierende Wirkung.

Wir erarbeiten gerne mit Ihnen ein ganzheitliches Konzept.

Atmen Sie sich gesund! Beim Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training (IHHT) atmen Sie in entspannter liegender Position erst wenig und dann viel Sauerstoff ein. Damit können sich Ihre Mitochondrien regenerieren. Unsere Ärztin Ruth Biallowons ist Spezialistin auf diesem Gebiet.