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Borreliose

Eine durch Zecken übertragene Erkrankung mit schwieriger Diagnostik

Borrelien sind Schraubenbakterien die durch die hier heimische Zecke (Ixodes ricinus – Gemeiner Holzbock) übertragen werden. 10 bis 30 % der deutschen Zecken sind infiziert. Aber nur 2-6 % der Zeckenbisse führen zu einer Übertragung der krankheitserregenden Bakterien auf den Menschen. Je länger die Zecke am Menschen Blut saugt, desto höher ist das Risiko einer Übertragung – die meisten Erkrankungen treten nach 16 Stunden Saugzeit auf. Insofern ist die frühzeitige Entfernung einer Zecke eine wichtige Vorbeugung vor der Borreliose.

Was ist eine Borreliose?

Kurze Zeit bis 2 Wochen nach dem Zeckenbiss entsteht bei der Infektion mit Borrelien die sogenannte “Wanderröte” (Erythema migrans), eine sich nach außen ausdehnende, meist kreisrunde Hautröte um die Bissstelle, die nach innen abblasst. Dies ist ein sicherer Hinweis auf eine Borreliose. Es sollte mit einer speziellen Antibiotikabehandlung begonnen werden.

Des Weiteren können frühzeitig unspezifische Erschöpfungssymptome, Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen auftreten.

Im weiteren Verlauf können gelenknahe blaurote Hautveränderungen und Schwellungen (Acrodermatitis chronica atrophicans), Gelenkschmerzen und -entzündungen (Arthritis, v.a. am Knie), Polyneuropathien und sehr selten eine sogenannte Neuroborreliose mit Nervenausfällen und Lähmungen hinzukommen.

Wie wird eine Borreliose diagnostiziert?

Die Diagnose der Borreliose ist nicht ganz einfach. Es gibt verschiedene Bluttests, die jedoch erst nach einigen Wochen auffällig werden. Eine Erhöhung von Borrelien-IgM spricht für eine Akutinfektion, wenn (zumindest später) auch die Borrelien-IgG ansteigen. Jedoch findet man häufig auch erhöhte Borrelienwerte im Blut, ohne dass eine Borreliose vorliegt. Spezielle weitere Untersuchungen können helfen, um eine akute oder anhaltende Infektion festzustellen, z.B. Laboruntersuchungen auf Borrelienfragmente, ein LTT-Test und die Untersuchung auf spezielle Entzündungsmarker.

Wie wird eine Borreliose behandelt?

Die Borreliose wird in der Regel mit einer speziellen Antibiotikatherapie angegangen – meistens als Tablette, zum Teil als Infusion. Meistens muss das Antibiotikum für 2 bis 4 Wochen eingenommen werden. Im Rahmen der naturheilkundlichen Begleittherapie kann mit verschiedenen Maßnahmen das Immunsystem unterstützt werden. Ein wichtiger Bestandteil ist hier die Hochdosis-Vitamin-C-Infusionstherapie, aber auch Maßnahmen aus der Pflanzenheilkunde und Orthomolekularen Medizin (v.a. Vitamine und Mineralstoffe zur Optimierung der Immunfunktion).

Falls bei Borreliose-artigen Beschwerden (z.B. Gelenkschmerzen, Erschöpfung und Nervenreizungen) die Erkrankung diagnostisch ausgeschlossen wird, kann im Rahmen der ganzheitlichen Medizin nach weiteren Ursachen für die Symptome gesucht werden.

Weiter Informationen zur Ganzheitlichen Schmerztherapie unter www.schmerztherapie-ganzheitlich.de