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Achtsamkeit

Achtsamkeit („mindfulness“) stammt aus der fernöstlichen Weisheitslehre. Es bedeutet „achtsam“ mit sich und anderen umzugehen. Dabei soll das Bewusstsein auf das Hier und Jetzt, also auf den Augenblick der Gegenwart, gelenkt werden. Der eigene Organismus (Körper, Geist und Seele) sowie die Umwelt sollen beobachtet werden, ohne dass eine Wertung vorgenommen wird (wie ein neutraler Betrachter).

In der Achtsamkeitsübung (oder Meditation) geht es darum, da zu sein, wo man gerade ist, und nicht darum, irgendwo anders hinzukommen.

Es gibt „formelle“ und „informelle“ Übungen. Die „formellen“ Übungen sind Entspannungs-, Meditations- und Körperübungen (z.B. Atembeobachtung, Gehmeditation, Bodyscan oder Yoga), die man vor allem beim Einstieg in die Achtsamkeit täglich an einem ruhigen Ort trainieren sollte (20-45 Minuten pro Tag), um ein Bewusstsein für Achtsamkeit zu erlangen. „Informelle“ Übungen finden im Alltagsleben statt, so z.B. beim Spülen, Gehen oder Autofahren oder beim Warten auf den Bus. Hierbei wird das Bewusstsein auf den Augenblick gelenkt und die Tätigkeit bewusst und konzentriert durchgeführt, ohne sich von der Umwelt oder von Gedanken ablenken zu lassen. Z.B. spüren Sie beim Spülen das Geschirr, das Wasser, den Schaum… Beim Gehen merken Sie, wie der Fuß Kontakt mit dem Boden aufnimmt, wie die Luft sich in Ihrem Gesicht anfühlt… Beim Autofahren nehmen Sie die Landschaft um sich im Hier und Jetzt wahr – vielleicht entdecken Sie Dinge, die Sie noch nie so wahrgenommen haben… An der Bushaltestelle konzentrieren Sie sich auf Ihren Atem und Beobachten Sie, wie er mit der Umgebungsluft reagiert…

Diese aufmerksame Beobachtung des Atems ist die wichtigste Achtsamkeitsübung. Sie ist jederzeit und überall durchführbar.

Wenn Sie regelmäßig Achtsamkeit betreiben, wird Ihnen mit der Zeit bewusst, wie viel Zeit Sie mit Erinnern, Wünschen oder Bedauern verbringen bzw. wie viel Energie Sie darauf verwenden, die Zukunft zu verplanen.

Ziel der Achtsamkeit ist es, mehr in Gegenwart zu verweilen und die gegenwärtige Situation zu wahrzunehmen, akzeptieren und genießen zu lernen. Es soll mehr Bewusstsein für die Zeichen des Körpers, des Geistes und der Seele geschaffen werden. Wechseln Sie immer öfter vom „Handlungs-Modus“ (immer etwas tun, immer etwas denken) in den „Seins-Modus“ (einfach im Augenblick verweilen)!

Der gegenwärtige Augenblick, das Jetzt, ist der einzige Augenblick, in dem wir wirklich leben.

Weitere Informationen:

Achtsamkeit senkt die Stresshormone ab, fördert die Ausschüttung des Entspannungshormons Serotonin und verbessert die Herzfrequenzvariabilität (und damit den Entspannungsnerven Parasympathikus).

Probieren Sie es aus!

Wie lerne ich Achtsamkeit?

Jeder kann Achtsamkeit lernen. Am besten geschieht dies unter Anleitung, z.B. in einem der beiden Kurse, die in unserer Praxis angeboten werden:

Im Rahmen der Ganzheitlichen Psychosomatik und Psychotherapie gibt es auch die Möglichkeit, Achtsamkeit im Einzelsetting zu erlernen.

Desweiteren gibt es in Düsseldorf verschiedene Anbieter für Achtsamkeitskurse, meistens nach dem MBSR-Konzept (“mindfulness-based stress reduction”), sowie entsprechende Literatur mit praktischen Anleitungen.