Darmfloraanalyse

Untersuchung auf die “guten” und “schlechten” Darmbakterien im Stuhl

Bei verschiedenen Erkrankungen oder Symptomen macht es Sinn, einen Blick auf die Darmflora zu werfen. Dazu gehören vor allem Verdauungsstörungen, das Reizdarm-Syndrom und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (z.B. Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn), aber auch Infektanfälligkeit, Neurodermitis und Behandlungen im Rahmen der Biologischen Krebstherapie.

Seit 2016 gibt es in der klinischen Anwendung zwei Möglichkeiten, die Darmflora zu untersuchen:

  • die “traditionelle” mikrobiologische Stuhluntersuchung: Dabei werden aus dem Stuhl die Darmbakterien auf Nährmedien angezüchtet und ausgezählt. Diese Methode wird seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzt. Sie steht aber von Seiten der “Schulmedizin” in dem Ruf, ungenau zu sein, weil nicht alle Bakterien im Labor anzüchtbar sind und es zudem zu Verfälschungen durch den Probenversand kommen kann. Dafür ist die mikrobiologische Untersuchung relativ kostengünstig.
  • die moderne metagenetische Stuhluntersuchung: Dabei wird die Erbsubstanz der Darmbakterien, nämlich die 16S-RNA, untersucht. Damit ist die Untersuchung umfangreicher, genauer, besser reproduzierbar, aber leider auch teurer.

Welche Methode bei Ihnen sinnvoll ist, besprechen unsere Ärzte gerne mit Ihnen.

Weitere Untersuchungen, die in Zusammenhang mit der Darmfloraanalyse durchgeführt werden können:

  • Mykologische Untersuchung auf Hefepilze (v.a. Candida) und Schimmelpilze
  • Entzündungsmarker im Stuhl wie Calprotectin und Alpha1-Antitrypsin (Leaky Gut Syndrom) sowie der Marker des Immunsystems sIgA (lösliche Antikörper)
  • Verdauungsrückstände im Stuhl
  • Messwerte für die Bauchspeicheldrüse und den Gallensäuren

Was eine solche Diagnostik für therapeutische Konsequenzen haben kann, erfahren Sie auf den Unterseiten Darmflora und Darmsanierung.