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Natürliches Progesteron bei Männern

… nicht nur ein weibliches Hormon

Progesteron ist das zweitwichtigste Sexualhormon für Männer, Testosteron das Wichtigste. Progesteron ist keineswegs nur ein „Frauenhormon“!

Frauen und Männer haben die gleichen Hormone – nur in unterschiedlicher Menge!

Die Progesteronproduktion in den Keimdrüsen des Mannes variiert erblich bedingt erheblich. Sollte ein Mann eine niedrige Progesteronproduktion geerbt haben, hätte möglicherweise Probleme, die im Folgenden beschrieben werden.

Etwa in den 40er Jahren eines Mannes versiegt die Progesteronproduktion. Wenn der insulinbremsende Effekt von Progesteron nachlässt, steigt also der Insulinspiegel und damit das Diabetesrisiko. Insulin bildet aus Glucose (Traubenzucker) ungünstiges Cholesterin und Körperfett. Damit entstehen die typischen Probleme des mittleren Lebensalters: Cholesterinerhöhung und Zunahme des Fettgewebes, vor allem am Bauch. Ein wichtiger Vorteil der Verwendung von Progesteron bei Männern ist die Senkung des Insulinspiegels. Ein Absenken des Insulinspiegels verhindert Fettablagerungen um die Taille, senkt den Cholesterinspiegel und vermindert Unterzuckerungs- Reaktionen. Damit sinkt die Stresshormonausschüttung und deshalb auch der Blutdruck. Progesteron schützt Blutgefäße und kann Herzattacken bei Männern verhindern. All diese Effekte wurden oben bereits analog für die Frauen beschrieben.

Auch bei Männern ist die Balance zwischen Östrogen und Progesteron wichtig. Wir wissen: Östrogen ist die Ursache von Gebärmutterkrebs. Die Prostata entsteht entwicklungsgeschichtlich aus dem gleichen Gewebe wie die Gebärmutter. Wenn Östrogen Gebärmutterkrebs verursacht und die Prostata aus dem gleichen embryonalen Ursprung stammt, ist es dann vielleicht möglich, dass ein relativ hohes Östrogen auch eine Ursache von Prostatakrebs ist? Und wenn Progesteron Gebärmutterkrebs verhindert, würde es nicht vielleicht auch Prostatakrebs verhindern? Es wäre eine logische Überlegung und in der Tat weisen bereits erste Studien auf einen Zusammenhang zwischen Progesteronmangel und erhöhtem Prostata-Krebsrisiko hin. Bewiesen ist das jedoch noch nicht – und deshalb ist es auch therapeutisch diesbezüglich (noch) nicht einsetzbar.

Natürliches Progesteron kann auch bei Jugendlichen mit Aufmerksamkeits-Defizit-Störungen verwendet werden (Reduktion des Stresshormonspiegels).

Wie oben bereits beschrieben, entfaltet Progesteron auch ganz wesentliche Wirkungen im Zentralnervensystem. Depressionen, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, chronische Schmerzen und Stimmungsschwankungen können häufig durch die Gabe von Progesteron erheblich verbessert werden.

Zusammenfassung möglicher Progesteronwirkungen bei Männern

  • Senkung des Insulinspiegels, Verhinderung von Unterzuckerungen
  • Hilfe bei der Gewichtsregulation
  • Senkung des Blutdruckes
  • Senkung des Cholesterinspiegels
  • Verhinderung bzw. Besserung von Osteoporose
  • möglicherweise Prävention von M. Alzheimer-Demenz
  • möglicherweise Prävention von Prostata- und Darmkrebs (noch nicht bewiesen)
  • Verbesserung von Depressionen bzw. Schlaf- und Konzentrationsstörungen

Progesteron in natürlicher Form wird in der Regel als individuelle Salbenrezeptur angewendet.