Das Leaky-Gut-Syndrom

Die Erkrankung des “löchrigen Darmes” mit Bauchbeschwerden und multiplen Unverträglichkeiten

Das Leaky-Gut-Syndrom meint eine Erkrankung, bei der die Filterfunktion der Darmschleimhaut gestört ist und mehr Nahrungsbestandteile in das darunter liegende Gewebe durchlässt, so dass eine (Mikro-)Entzündung entsteht. Sie ist in der Darmspiegelung (Koloskopie) in der Regel nicht sichtbar. Allerdings kann dieses Syndrom zu dauerhaften oder wiederkehrenden Bauchbeschwerden wie Blähbauch, Bauchschmerzen und Durchfällen sowie multiplen Nahrungsmittelintoleranzen führen.

Mögliche Auslöser des Leaky-Gut-Syndroms sind Störungen der Darmflora, eine Histaminunverträglichkeit, ungünstige Ernährungsweisen, Dauerstress und einige Medikamente (v.a. Antibiotika und Schmerzmittel).

Das Leaky-Gut-Syndrom wird in einer ausführlichen Anamnese in Zusammenschau mit einer Darmfloraanalyse und mit einer Abklärung auf Nahrungsmittelintoleranzen diagnostiziert. Ein wichtiger Hinweis auf diese Erkrankung ist eine Erhöhung des Alpha1-Antitrypsins im Stuhl, einem Marker für Entzündung und Durchlässigkeit der Darmschleimhaut.

Die Behandlung des Leaky-Gut-Syndroms ist komplex und individuell. Dazu gehören die Darmsanierung (Symbioselenkung), entzündungshemmende und entgiftende naturheilkundliche Maßnahmen sowie die Ernährungs- und Lebensstiloptimierung.

Häufig findet man die Kombination aus Dauerstress, reduzierter Histamintoleranz, gestörter Darmflora und dann fortschreitendem Leaky-Gut-Syndrom mit Bauchbeschwerden. Es kann ein Teilaspekt eines Reizdarm-Syndroms sein.

Dr. med. Gerrit Sütfels ist unser Experte für Reizdarm, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und das Leaky-Gut-Syndrom.

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